Mallorca
Sei es, weil auf Mallorca fast überall Deutsch gesprochen wird oder weil sowohl für Familien, Strandurlauber aber auch für Entdecker gesorgt ist, die Balearen-Insel ist eines der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen. Auch wer mit seinem Hund eine Reise nach Mallorca unternimmt, ist bestens versorgt und unter seinesgleichen.
Mallorca ist die größte der Balearen-Inseln. Da sie besonders gern von deutschen Touristen besucht wird und auch viele Auswanderer hier leben, muss man auf den in Deutschland gewohnten Komfort nicht verzichten. Überall wird deutsch gesprochen. Es gibt zudem zahlreiche deutsche Tierärzte auf der Insel, sodass man keine Sorgen haben muss, wenn man mit seinem Hund eine Reise nach Mallorca unternimmt. Eine gute Gelegenheit, andere Hundebesitzer kennen zu lernen kann es sein, einen Kurs in einer der deutschen Hundeschulen zu machen, z. B. wenn der eigene Hund noch nicht gut gehorcht oder der Umgang mit anderen Hunden problematisch ist. Auch gibt es genug Gelegenheiten, seinen Vierbeiner einmal für einige Stunden gut unterzubringen, z. B. wenn man eine Reise mit der historischen Bahn "Roter Blitz" in die hübsche Stadt Soller machen möchte - im Zug sind leider keine Hunde zugelassen.In den riesigen Hotelanlagen sind in vielen Fällen höchstens kleine Hunde erlaubt. Es gibt aber auf Mallorca viele wunderschöne Ferienhäuser und Ferienwohnungen zu buchen, in denen gerne auch Hunde ihren Urlaub verbringen dürfen.
Der Norden
Das Cap de Formentor ist eine eindrucksvolle Steilküstenlandschaft ganz im Norden Mallorcas. Eine "Schlange" genannte Straße führt nach Sa Calobra, einem winzigen Dorf mit einem idyllischen Strand - beide jedoch in der Hauptsaison gut besucht. Ein Touristenzentrum findet sich ebenfalls im Norden der Insel, Alcudia bzw. Port d'Alcudia - ein beliebter Ort für den Familienurlaub ebenso wie Can Picafort, das auch an der Bucht von Alcudia liegt.Das Inselinnere
Hier fühlen sich Individualtouristen meistens am wohlsten. Während sich an der Küste vielerorts eine Hotelburg an die nächste reiht, ist vieles im Landesinneren noch sehr ursprünglich geblieben, z. B. die kleinen Städte Llucmajor, Montuiri, Inca oder Sineu. Anhänger des Agrotourismus finden oft zauberhafte Fincas oder andere Unterkünfte vor.Ein beliebtes Ausflugsziel ist die Ermita de Nostra Senyora de Bon Ay in der Nähe der kleinen Stadt Petra. Die Einsiedelei liegt 300 Meter hoch auf einem Berg, sodass man einen herrlichen Blick auf die umliegende Landschaft hat.
Der Westen
Vom Norden bis zum Südwesten zieht sich das Gebirge Tramuntana. Eher im Norden kann man das Monasterio Lluc besuchen und auch dort übernachten. Die liebevoll gepflegte Klosteranlage liegt in den Bergen und ein kleiner Weg führt von dort aus noch höher an verschiedenen Heiligendarstellungen vorbei auf einen Gipfel, von dem aus man die umliegende Landschaft bewundern kann. Etwas weiter südlich liegt eine für Mallorca recht wenig touristisch erschlossene Stadt, Soller. Mit einer alten Straßenbahnlinie schaukelt man von hier aus zum Strandbad Port de Soller, wo mehr Hotels und Pensionen zu finden sind. In den südlichen Ausläufern der Serra de Tramuntana befinden sich kleine Dörfer, aber auch Siedlungen mit beeindruckenden Villen, z. B. rund um Valdemossa, einer kleine Stadt, die einen Besuch wert ist.Ganz im Südwesten, unweit der Hauptstadt Palma lädt der schöne Ort Andratx zum Besuch ein. Einige Relikte hinterließen die Römer und Araber. Die Halbinsel Sa Mola bietet Gelegenheit zu einem Spaziergang mit dem Hund.
Der Süden
Hier ist natürlich die Hauptstadt Palma mit ihrer gut erhaltenen Altstadt zu erwähnen. Museen, Läden, Cafés und Restaurants sorgen für echtes Stadtleben. Umgeben ist sie von touristischen Anlagen, vor allem natürlich zum Meer hin. Weiter östlich liegt die Party-Metropole El Arenal mit dem berühmten Ballermann 6. Danach wird es ruhiger, nur gelegentlich finden sich an der Südküste Ortschaften. Hier und da gelangt man zu einem wenig besuchten Strand, oft sind die Grundstücke am Meer aber auch in Privatbesitz.
Der Osten
Der Süden der Ostküste ist recht ruhig, man findet ganz kleine Fischerorte und landschaftlich schöne Buchten. Erst bei Portocristo wird es etwas lebhafter. Die Stadt selbst ist eine "echte" Stadt, kein Ferienort, aber der wenige Kilometer südliche gelegene Ausläufer Porto Cristo Novo besteht fast ausschließlich aus Hotelanlagen und Ferienwohnungssiedlungen. In der Nähe liegen die Coves del Drac, die Drachenhöhlen. Es handelt sich dabei um Tropfsteinhöhlen, von denen mehrere an der Küste zu finden sind.Weiter nördlich ist Cala Millor etwas für gesellige Touristen, die gerne mit anderen Feriengästen Zeit verbringen. Der Ort besteht zu großen Teilen aus Hotelanlagen, oft als Hochhäuser realisiert. Echtes Stadtleben existiert nicht, dafür gibt es viele Minigolfplätze, Geschäfte für Strandutensilien und Souvenirs, Supermärkte, in denen auch ein Regal mit deutschen Büchern nicht fehlt und andere Einrichtungen, die dem deutschen Urlauber Unterhaltung und Komfort bieten. Natürlich kommen auch Imbissbuden, Restaurants und Cafés nicht zu kurz.
Im Nordosten liegt Cala Ratjada, für viele Urlauber der schönste Ort auf Mallorca. Tatsächlich ist die Gegend um den Hafen noch vergleichsweise ursprünglich. Trotzdem findet man an der Strandpromenade unzählige Hotels und Pensionen sowie Cocktailbars, Restaurants, Cafés und Discos.
Wandern und Baden
Gelegenheiten für Spaziergänge oder Wanderungen mit seinem Liebling hat man überall genug. Im herrlichen Gebirge Serra de Tramuntana im Nordwesten der Insel wurde ein Netz aus Wanderwegen angelegt, aber auch in anderen Gegenden Mallorcas kann man auf Pfaden und Wegen schöne Touren machen. Man sollte sich aber unbedingt vorher informieren, denn gerade im Osten, wo viele der Touristenzentren wie Cala Millor und Cala Ratjada liegen, muss man oft lange an Straßen entlang laufen, bis man zu einem hübscheren Fußweg gelangt. Wegen der meist recht hohen Temperaturen sollte man für sich selbst und seinen vierbeinigen Wandergefährten etwas zu trinken mitnehmen, und zwar nicht zu knapp. Es gibt übrigens faltbare Wassernäpfe, die man im Handel bekommt.Es gibt in Spanien keine Hundestrände. Wer also mit seinem Hund ins Meer möchte, sollte abseits der Strände ein Fleckchen aufsuchen, wo keine Menschen belästigt werden. In der Nebensaison drücken viele Beamte mal ein Auge zu, wenn Hunde an einem leeren Strand wirklich niemanden stören. Die Reise in den Sommermonaten ist für die meisten Hunde sowieso nicht ideal, weil sie an die große Hitze nicht gewöhnt sind.

