Spanien
Ein Urlaub am Strand mit dem Hund ist in Spanien nur in der Nebensaison empfehlenswert. Dann jedoch locken weiße Sandstrände am Festland oder auf den beliebten Ferieninseln Mallorca, Lanzarote, Gran Canaria oder Teneriffa. Städtetourismus in Madrid, Barcelona oder Sevilla oder eine Wanderung durch einen der zahlreichen Nationalparks runden das Angebot des vielseitigen Reiselandes ab.
Seit den 1960er Jahren ist Spanien bereits ein beliebtes Reiseziel der Deutschen. Etliche Urlauber verbinden immer noch ausschließlich preiswerten Strandurlaub mit diesem Land, aber Spanien hat viel mehr zu bieten. Viele Naturschutzgebiete, in denen seltene Tiere und Pflanzen leben, aufregende Städte, hübsche Dörfer, eine große Anzahl von UNESCO-Weltkulturerbestätten, Berge, Seen und sogar Wintersportgebiete - all das können aufgeschlossene Urlauber mit ihrem Hund besuchen.
Sommer, Sonne, Strand mit Hund?
Hier wollen wir gleich auf das größte Problem zu sprechen kommen: Im Sommer wird es fast überall in Spanien sehr heiß, vor allem in den klassischen Urlaubsregionen in Katalonien, z. B. an der Costa Brava, oder in Andalusien an der Costa del Sol. Diese Temperaturen sind zu viel für die meisten Hunde. Auch kann man sie nicht mit an den Strand nehmen.
Es wurde einmal testweise ein Hundestrand in Spanien angelegt, aber überall sonst sind Hunde in der Hauptsaison am Strand verboten. Es gibt zwar wenig besuchte Buchten, an denen man den Hund eventuell mitnehmen kann und nicht erwischt wird, aber ein gewisses Risiko besteht immer.
Daher sind Strandspaziergänge oder Bade-Ausflüge nur in der Nebensaison zu empfehlen.
Städte
In Spanien lohnt der Besuch vieler größerer und kleinerer Städte. Auch hier gilt: Im Sommer ist es meistens viel zu heiß, um mit dem Hund länger unterwegs zu sein. Muss es doch einmal sein, dann sollte man ihm Wasser mitnehmen. In Restaurants sind Hunde oft nicht willkommen, allenfalls auf der Terrasse.
An kühleren Tagen lohnt der Besuch in Barcelona, der Stadt in der Antoni Gaudi etliche Gebäude baute, z. B. die Kirche Sagrada Familia oder die Statuen und Häuschen im Park Guell. Die Hauptstadt Madrid schläft nie. Berühmt ist die Stadt für den riesigen Plaza Mayor, den Königspalast und die Almudena Kathedrale. Sevilla in Andalusien ist die Stadt der hübschen Altstadtgassen mit kleinen Patios und maurischer Architektur. Die Mezquita von Cordoba ist weltweit bekannt, ebenso wie die Alhambra in Granada. Nach Santiago de Compostela im Nordwesten pilgern jedes Jahr tausende von Menschen auf dem Jakobsweg.
Inseln
Zu Spanien gehören zwei berühmte Inselgruppen: die Balearen und die Kanaren. Während die Balearen tatsächlich auch geografisch Spanien zuzuordnen sind, liegen die Kanarischen Inseln vor der Küste Afrikas.
Die Balearen bestehen aus der wohl berühmtesten Insel Mallorca sowie Menorca, Formentera und Ibiza. Während Mallorca und Ibiza als Party-Inseln bekannt sind, geht es auf Menorca eher beschaulich zu. Formentera war lange Jahre als Hippie-Insel berüchtigt. Heute geht es hier immer noch sehr viel ruhiger zu als auf den touristisch stärker erschlossenen Nachbarinseln. Mallorca hat auch Urlaubern viel zu bieten, die nicht ausschließlich vom Strand in die Disco und wieder zurück wechseln möchten. Einige interessante Städte sind schöne Ausflugsziele, z. B. das ruhige Soller, die für ihre Lederwaren bekannte Stadt Inca oder die Hauptstadt Palma.
Die Kanaren bestehen aus den Hauptinseln Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro. Teneriffa ist mit 886.033 Einwohnern die bevölkerungsreichste Insel Spaniens. Einige Sehenswürdigkeiten sind die UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt La Laguna, die Höllenschlucht oder Barranco del Infierno bei Adeje und die Pyramiden von Güímar. Hafen und Altstadt von Santa Cruz de Tenerife, der Hauptstadt der Insel sind ebenfalls einen Besuch wert. Lanzarote ist für seine schwarzen Strände berühmt, Fuerteventura für seine karge Vegetation und ideale Wind-Bedingungen für Surfer.
Für den Urlaub mit Hund auf den Kanaren gilt: Die Inseln sind fast ausschließlich per Flugzeug zu erreichen, sodass große Hunde im Frachtraum mitreisen müssen. Man sollte sich vorher genau über die Bedingungen erkundigen.

