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Portugal

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Portugal

Schroffe Felsen, kilometerlange Strände, alte Städte und der blaue Atlantik, das ist Portugal! Auch für Ferien mit dem Hund werden hier genügend Unterkünfte angeboten.

Obwohl die Einreise nach Portugal für den Hund nicht weiter problematisch ist, sollte man sich genau überlegen, ob man wirklich mit seinem vierbeinigen Freund nach Portugal reisen möchte. Abgesehen davon, dass die hohen Temperaturen im Sommer ein großes Problem darstellen können, ist es gar nicht so einfach, ein Hotel zu finden, in dem auch Haustiere willkommen sind. In Ferienhäusern und -wohnungen ist dies schon leichter. Auch der Restaurantbesuch kann sich als problematisch erweisen - allenfalls auf der Außenterrasse ist der Hund willkommen. In öffentliche Verkehrsmittel darf man Hunde nicht mitnehmen, nur in den Zug, hier herrscht dann Maulkorbpflicht.

In den Touristen-Hochburgen darf man teilweise nicht einmal mit dem Hund in die Parks gehen.

Wer jedoch abseits vom Massentourismus unterwegs ist, findet einsame unbewachte Strände und innerlandes wundervolle Landschaften vor.

NordenUrlaub Hund Portugal

Der Norden Portugals ist vergleichsweise grün und kühl. Der Minho im Nordwesten gehört zu den am dichtesten besiedelten Gegenden des Landes. Der Minho wird wegen seines Klimas und der vergleichsweise üppigen Vegetation als der grüne Garten Portugals bezeichnet. Auf den Hängen der zahlreichen Flusstäler wird vor allem Wein angepflanzt, der zum berühmten Vinho Verde weiterverarbeitet wird. Im Nordosten liegt Trás-os-Montes (Hinter den Bergen). Dies ist die dem Meer abgewandte Seite Nordportugals, die sehr gebirgig ist und deshalb sehr kalte Winter und sehr heiße Sommer hat. Die Vegetation ist bedeutend weniger üppig als im Minho und sie fällt umso spärlicher aus, je mehr man sich der Grenze zu Spanien nähert. Trotzdem ist die Landschaft, z. B. am Fluss Douro sehr interessant. Hier liegt auch der wichtigste Nationalpark des Landes, der Peneda-Gerês mit Restbeständen naturbelassener Wälder.

Die alte Stadt Porto, bekannt durch den Portwein, lohnt eine Reise - die berühmte, an den Hang gebaute Altstadt, die seit 1996 als Weltkulturerbe der UNESCO eingetragen ist, ist nur ein Grund für den Besuch. Die alte Eisenbahnbrücke Maria-Pia-Brücke, die 1876–1877 von Gustave Eiffel entworfen und gebaut wurde, ist ebenfalls sehenswert ebenso wie die Kathedrale mit dem Bischofspalast.

Mitte

Mittelportugal ist größtenteils hügelig bis gebirgig und hat mit der Serra da Estrela ein bedeutendes Gebirge mit Skigebiet. Der höchste Berg ist der Torre mit 1.993 Metern. Die wichtigsten Landschaften sind die Beira, der Ribatejo (die Tejo-Ebene mit Beinamen Garten Lissabons), die Estremadura sowie die Mündung des Tejo in den Atlantik. Die gesamte Region ist sehr fruchtbar.

Hier befindet sich auch die Hauptstadt Lissabon an der Flussmündung des Tejo. Lissabon erhielt bereits zur Römerzeit Stadtrechte, entsprechend gibt es alte Gebäude aus verschiedenen Epochen zu bewundern. Zwei davon wurden zum Weltkulturerbe erklärt: der Torre de Belém und das Mosteiro dos Jerónimos. Im Parque das Nações, 1998 Ausstellungsgelände der Expo, befinden sich heute ein Einkaufszentrum, eine Konzerthalle, ein Messezentrum, ein 145 Meter hoher Aussichtsturm und das Ozeanarium.

Süden

Der Süden Portugals setzt sich aus den drei Landschaften Terras do Sado, Alentejo und der berühmten Tourismusregion Algarve zusammen. Die Oberfläche der gesamten Region ist eben bis hügelig und hat ein trockenes und heißes Klima.

Reisen Hund PortugalInseln

Zu Portugal gehören weiterhin die beiden Inselgruppen Madeira (Holzinsel) und Azoren (Habichtsinsel) im Atlantik. Sie sind, bis auf die Azoreninsel Santa Maria, vulkanischen Ursprungs. Besonders Madeira ist ein beliebtes Reiseziel für Strandurlauber, Wanderer und Touristen, die mit dem Mietwagen die herrliche grüne Blumen-Insel erkunden wollen. In Hotels ist die Unterbringung mit Hund problematisch, in vielen Ferienwohnungen werden sie aber akzeptiert. Lediglich der längere Flug stellt für größere Hunde ein Problem dar, da Tiere, die ein bestimmtes Gewicht überschreiten, nicht als "Handgepäck" zugelassen sind und im Frachtraum fliegen müssen.

Krankheiten

Vor der Reise ins Ausland sollte der Tierarzt konsultiert werden. In südlichen Ländern gibt es diverse Krankheiten, die für Hunde tödlich verlaufen können, vor allem, wenn sie nicht rechtzeitig entdeckt werden. Durch Impfungen, bestimmte Ungeziefer-Halsbänder und andere Maßnahmen kann vorgebeugt werden. Nach dem Auslandsurlaub ist es sinnvoll, den Hund noch einmal gründlich vom Tierarzt untersuchen zu lassen.

Die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) überträgt Babesiose, Ehrlichiose und Hepatozoonose - teilweise durch ihren Biss, teilweise weil Hunde sie fressen. Der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) überträgt Lyme-Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis. Stechmücken übertragen den Herzwurm (Dirofilariose). Sandmücken können Leishmaniose übertragen. Die Virenkrankheiten Leptospirose, Parvovirose und Staupe werden durch verschmutztes Futter oder Kontakt zu anderen Tieren übertragen werden.