Griechenland
Griechenland ist das Land der tausend Inseln, aber nicht unbedingt der Hit für die Reise mit dem Hund. Trotzdem findet man auch hier schöne hundefreundliche Unterkünfte und reizvolle Landstriche, in denen man ungestört wandern oder an den Strand gehen kann.
Ein Griechenland-Urlaub mit Hund ist nicht ganz unproblematisch. Viele Griechen haben Angst vor Hunden und empfinden sie als unhygienisch. Je nach Region kann es daher schon zu massiven Problemen kommen, vor allem mit größeren Hunden.In Ferienregionen dürfen oft Hunde mit ins Restaurant, vor allem, wenn man draußen sitzt. In Athen und anderen größeren Städten allerdings kann man Probleme bekommen. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln, Ausflugsbooten, Fähren und Taxen werden Hunde manchmal zugelassen, manchmal nicht. Gerade längere Fährenüberfahrten sind mit Hund kaum machbar. Hunde müssen dann im Auto bleiben oder werden im Frachtraum untergebracht, aber selbst an Bord gibt es ja keine Möglichkeit für den Hund, sein Geschäft zu verrichten. Viele Campingplätze, Ferienwohnungen, Ferienhäuser und andere Unterkünfte akzeptieren Hunde, aber längst nicht alle. Wenn doch, dann oft nur kleine Hunde, die maximal drei Kilogramm wiegen, deswegen sollten Hundebesitzer ganz genau nachfragen.
Strand
Tiere sind generell am Strand, im Meer und sogar in der Nähe des Strandes verboten. Natürlich wird dieses Verbot längst nicht immer eingehalten - an etlichen Stränden trifft man sogar viele Hunde an - aber die Strafen bei Missachtung können recht hoch ausfallen. An einigen Stränden findet man Schilder vor, die Hunden das Baden im Meer verbieten. Hier lassen Polizisten und andere Ordnungshüter Hunde am Strand zu, solange sie nicht ins Wasser gehen. Hundestrände gibt es nicht.Klima
Im Sommer ist es in Griechenland sehr heiß. Man sollte daher nur mit absolut gesunden Hunden reisen, bei langhaarigen Tieren das Fell kürzen und den Hund niemals im abgestellten Auto warten lassen, auch nicht bei geöffnetem Fenster. Sportliche Aktivitäten sollte man mit seinem Vierbeiner nur in den kühleren Morgen- und Abendstunden durchführen. Selbst normale Spaziergänge sollte man nicht in der prallen Sonne unternehmen und immer ausreichend Wasser für den Hund dabei haben, am besten nicht nur zum trinken, sondern auch zum abkühlen.Touristische Aktivitäten
Sicherlich fahren die meisten Urlauber nach Griechenland, um überwiegend Strandurlaub zu machen. Festland und Inseln haben zusammen rund 15.000 Kilometer Küste. Da Hunde aber eigentlich am gesamten Strandbereich verboten sind, ist diese Art, den Urlaub zu verbringen für Hundebesitzer zumindest problematisch. Die Besichtigung historischer Stätten ist ebenfalls in den meisten Fällen für Hunde verboten - besonders ärgerlich, da freilaufende "Straßenhunde" oft beliebig darin herumstreunen dürfen, weil der Aufwand, sie regelmäßig zu entfernen, zu groß ist.
Wanderungen im Binnenland sind im Sommer bei der großen Hitze für Mensch und Tier zu anstrengend - allerdings in der Nebensaison eine gute Möglichkeit für Hundebesitzer. Krankheiten
Vor der Reise ins Ausland sollte der Tierarzt konsultiert werden. In den Mittelmeerländern gibt es diverse Krankheiten, die für Hunde tödlich verlaufen können, vor allem, wenn sie nicht rechtzeitig entdeckt werden. Durch Impfungen, bestimmte Ungeziefer-Halsbänder und andere Maßnahmen kann vorgebeugt werden. Nach dem Auslandsurlaub ist es sinnvoll, den Hund noch einmal gründlich vom Tierarzt untersuchen zu lassen.Die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) überträgt Babesiose, Ehrlichiose und Hepatozoonose - teilweise durch ihren Biss, teilweise weil Hunde sie fressen. Der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) überträgt Lyme-Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis. Stechmücken übertragen den Herzwurm (Dirofilariose). Sandmücken können Leishmaniose übertragen. Die Virenkrankheiten Leptospirose, Parvovirose und Staupe werden durch verschmutztes Futter oder Kontakt zu anderen Tieren übertragen werden.

