Bretagne
Die Bretagne ist eine wildromantische Landschaft mit herrlichen Blumen, wilden Küstenabschnitten, gut erhaltenen Städten und uralten Menhiren und Steingräbern. Sie eignet sich schon wegen der milden Temperaturen, aber auch dank ihrer Vielseitigkeit gut für eine Reise mit dem Hund.
Die Bretagne ist der nordwestliche Teil Frankreichs, eine große Halbinsel, die in den Atlantik bzw. den Ärmelkanal hineinragt.Wie in vielen Ferienregionen findet der Tourismus hauptsächlich am Meer statt. Hier wechseln schroffe Steilküsten mit lieblichen Stränden ab. Typische Seebäder mit schönen Villen, bescheideneren Ferienhäuschen und manchmal kleinen Häfen sind Dinard, Lancieux, Saint Briac, Saint Lunaire, Saint-Quay-Portrieux und Saint Cast Le Guildo.
Die einheimische Bevölkerung dagegen baut urige kleine Steinhäuschen, deren Fassade im Sommer von Hortensienblüten überwuchert ist.
Die östliche Bretagne
Ganz im Osten streitet sich die Bretagne mit der Nachbarregion Normandie um den berühmten Mont St. Michel, eine kleine Felseninsel im Ärmelkanal, auf der ein trutziges Benediktinermonster erbaut wurde. Auch wenn dieses Bauwerk offiziell zur Normandie gehört, sollte man es bei der Bretagne-Reise unbedingt besichtigen.Die Rosa-Granit-Küste zwischen Perros Guirec und der Insel Batz ist ein Naturschutzgebiet mit einer ornithologischen Klinik für die Rettung von Seevögeln. In den Küstenstädtchen findet man prächtige Villen aus dem frühen 19. Jahrhundert, z. B. in Trégastel. Benannt ist dieser Küstenstrich nach den regelrecht bunten Felsformationen am Meer, die man z. B. auf dem Zöllnerpfad erwandern kann: Der Weg führt von Perros-Guirec über Ploumanac´h nach Trégastel.
Solche Zöllnerpfade findet man übrigens überall entlang der Küste auf insgesamt 2.000 Kilometern Strecke! Ein Wanderwegenetz von weiteren 10.000 Kilometern ergänzt diese ursprünglichen Küstenpfade. Da fast alle Hunde gut zu Fuß sind, sollte man einige davon bei seiner Bretagne-Reise unbedingt nutzen.
Die Stadt Saint-Malo gehört wegen ihres historischen Stadtkerns und der gut erhaltenen Festungsanlagen zu den meistbesuchten Orten in ganz Frankreich. Die Altstadt liegt auf einer Halbinsel, gebildet vom Meer und dem Fluss Rance. Drei der vorgelagerten Inseln, nämlich Grand Bé, Petit Bé und das Fort National, sind bei Ebbe zu Fuß erreichbar. In der Flussmündung der Rance befindet sich das größte Gezeitenkraftwerk der Welt, das auch besichtigt werden kann.
Zwischen den Einmündungen der beiden Flüsse Aber Vrac'h und dem Aber Benoît liegt die bezaubernde Halbinsel Sainte-Marguerite mit ihren weißen Sandstränden. Im Osten, da wo der Aber Vrac'h ins Meer fließt, steht der höchste Leuchtturm Europas, der Ile Vierge mit 82,5 Metern Höhe. Zwischen den Flüssen liegt die Stadt Lanilis, in der die Teufelsbrücke noch aus der Eisenzeit stammt.
Westen und Süden der Bretagne
Das Département Finistère ist die westlichste Region Frankreichs. Wilde Felsküsten, kleine Buchten mit hübschen Sandstränden und Heidelandschaften im Landesinneren - diese Region ist sehr schön, um hier den Urlaub zu verbringen. Ihre Städte Morlaix, Brest und Quimperlé sind alle einen Besuch wert.Ganz im Süden liegt das Département Morbihan. Auch hier gibt es einen St. Michel, den Tumulus St. Michel, der größten Grabhügel Europas mit 125 Metern Länge, 60 Metern Breite und 10 Metern Höhe. In Carnac lassen sich Obelix' Hinkelsteinwerke besichtigen, so möchte man meinen: Mehr als 3000 Menhire, die zu Steinreihen gruppiert sind, stehen hier vermutlich seit rund 5.000 Jahren. Auch auf der Halbinsel Locmariaquer können Menhire und Megalithen besichtigt werden. Neueren Datums ist das märchenhafte Schloss Josselin in der gleichnamigen Gemeinde. Es geht auf das 11. Jahrhundert zurück, wurde jedoch immer wieder umgebaut.
Einige der Touristenattraktionen wie das Aquarium de Saint Malo oder der Zoo de Pont-Scorff dürfen leider nicht mit Hunden besucht werden.

