Ferien mit dem Hund an der Nordsee
Lange Spaziergänge in den Dünen, hübsche Seebäder und Toben am Strand: Das erwartet Urlauber, die ihre Ferien mit dem Hund an der Nordseeküste verbringen.
Wer mit seinem Hund an die Nordsee fährt, sollte sich vorher genau erkundigen, welcher Ort für seinen Urlaubsgeschmack geeignet ist. An vielen Orten dürfen Hunde gar nicht an den Strand, an anderen gibt es spezielle Hundestrände, für die man manchmal sogar eine Gebühr von 1,50 bis 2,60 EUR bezahlen muss. Hundestrände findet man u. a. in oder bei diesen Orten: Büsum, Butjadingen, Cuxhaven, Land Wursten, Emden, Friedrichskoog, Neßmersiel, Norden-Norddeich, Ottendorf, St. Peter-Ording, Varel Dangast und Wangerland.Cuxhaven und St. Peter-Ording
Reisende, die auch in ihren Ferien mit dem Hund nicht auf die Vorzüge einer Stadt verzichten möchten, fahren nach Cuxhaven. Hier gibt es einen Hundestrand in Sahlenburg, einem Vorort westlich der Stadt. Wer keine Lust mehr auf Strand hat, geht im Wernerwald spazieren, einem von nur zwei Waldgebieten direkt an der Nordsee, besichtigt die uralten Grabhügel oder sieht sich in Cuxhaven um. Dort kann man z. B. das Schloss Ritzebüttel anschauen, dessen älteste Bauteile aus dem 14. Jahrhundert stammen.
Viele Hundebesitzer schwören auf St. Peter-Ording, einen Ort, der zur Hauptferienzeit allerdings wirklich sehr überlaufen sein kann. Es ist das größte Seebad Deutschlands. Wahrzeichen sind die Pfahlbauten am ca. zwölf Kilometer langen Sandstrand (bestehend aus den Hochsänden Hochsichtsand und Hitzsand) und der Böhler Leuchtturm.St. Peter-Ording liegt mitten im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Das Wattenmeer ist für Vierbeiner im Nationalpark nicht verboten. Zum Schutz der wild lebenden Tiere ist aber Leinenpflicht vorgeschrieben. Aber auch auf den Deichen, im Vorland und an den Stränden ist die Leine für Hunde erforderlich. An den Badestellen der Ortsteile Böhl, Bad, Ording und Ording Nord (FKK-Strand) hat das Seebad spezielle Bereiche für Hunde eingerichtet.
Westküstenpark und Robbarium, auch für Hunde geöffnet
Wer sich nicht nur für "Landhunde", sondern auch für Seehunde interessiert, möchte vielleicht dem Westküstenpark und Robbarium einen Besuch abstatten. Hunde dürfen an der Leine mit hineingehen. Hauptsächlich leben hier Tiere, die in der Region heimisch sind: Störche, Greifvögel, Seevögel, Robben, aber auch Alpakas, Schlangen und viele andere Tiere. Für Kinder besteht die Möglichkeit, auf Ponys oder Eseln zu reiten, Tiere zu streicheln oder in der Kinderscheune mit Mäuseküche herumzutoben.Friedrichskoog, Dornumersiel und Neßmersiel
Friedrichskoog ist ein wunderbares Urlaubsziel für Gäste mit Hund, die es gern weniger turbulent haben. Es gibt einen 400 Meter langen Hundestrand, wo Baden und Wattwandern mit Hund erlaubt sind. Während der Hauptsaison Juli - September dürfen die Hunde aber den Strandhauptaufgang nicht benutzen und sie müssen generell am Strand und in geschlossen Ortschaften an der Leine geführt werden.
Die Ferienorte Dornumersiel und Neßmersiel, die zu Dornum gehören, laden Hunde und Menschen explizit ein, hier ihre gemeinsamen Ferien zu verbringen. Neßmersiel und Norddeich haben einen Hundestrand. In Norddeich dürfen Vierbeiner am Strand sogar unangeleint laufen und im Wasser tollen. Anstelle eines Hundestrandes hat Dornumersiel einen ca. 2,5 km langen Hunderundwanderweg eingerichtet, der teilweise direkt am Wasser und unterhalb des Deiches entlang führt. Achtung: Auf den Deichen dürfen Hunde gar nicht spazieren gehen, da hier Schafe weiden.Von Neßmersiel werden diverse Wattwanderungen angeboten, teilweise auch für Hundebesitzer. Am besten erkundigt man sich bei der Touristen-Information. Um möglichst weite Entfernungen zu den Wanderwegen zu vermeiden, ist es sinnvoll das Ferienhaus, die Ferienwohnung oder die Pension in direkter Nähe zum Wattmeer auszuwählen.

