Münsterland, Niederrhein und Ruhrgebiet: Ferien mit dem Hund im Norden Nordrhein-Westfalens
Ob man eine hundefreundliche Fahrradtour im Münsterland macht, Römerfunde in Xanten bewundert oder Kultur in den Städten des Ruhrgebiets genießt - kaum irgendwo kann man Ferien mit dem Hund so vielseitig gestalten wie im Norden Nordrhein-Westfalens.
Münsterland: Wasserburgenroute und Lehrgarten in Steinfurth
Das Münsterland selbst ist eigentlich gar nicht so bekannt wie die namensgebende Stadt, die ihrerseits zu Recht oft besucht wird. Auch mit dem Hund ist man in Münster gut aufgehoben - selbst in der Innenstadt gibt es immer wieder kleine Wege am Wasser entlang, die ruhig und schön zu laufen sind. Zahlreiche Parkanlagen sind überall im Münsteraner Stadtgebiet ebenfalls zu finden, z. B. den großen Schlossgarten mit einem schönen botanischen Garten, der allerdings keine Hunde einlässt. Dafür dürfen Hunde mit in den Allwetterzoo, der sehr schön grün, weitläufig und wasserreich ist.
Das Münsterland ist weitgehend flach und deswegen auch für nicht übermäßig sportliche Menschen gut zu Fuß zu erkunden. Die Einwohner haben jedoch vergessen, dass Spaziergänge und Wanderungen schöne Freizeitbeschäftigungen sind und erledigen alles mit dem Rad - die Radwege sind in Münster und drum herum deswegen vorbildlich angelegt. So gibt es z. B. eine Route um die vielen Wasserburgen, die in der Region zu finden sind. Dort und in den Städten befinden sich außerdem einige schöne Parkanlagen.
Der Lehrgarten des Kreises Steinfurth ist etwa drei Hektar groß. Hunde dürfen ebenfalls staunen, schnuppern und spazieren gehen. In den Mustergärten finden Besucher viele Anregungen für den eigenen Garten. Es wird Wissen über umweltbewusstes Gärtnern vermittelt und zwar in Kursen aber auch durch die Informationen vor Ort. Neben Themengärten wie Bauerngärten liegt der Schwerpunkt auf Kübelpflanzen aus aller Welt. Mehr als 120 Fuchsiensorten bilden eine eindrucksvolle Allee. Außerdem werden 300 alte und neue Obstsorten präsentiert und erforscht.
Niederrhein: Xanten und Terrassengarten im Kloster Kamp-Lintfort
Am Niederrhein wandert man auf den Spuren der Römer. Die Stadt Xanten ist nicht nur die Heimat des Siegfried aus dem Nibelungenlied sondern präsentiert mit ihrem Archäologischen Park stolz ihre römische Vergangenheit. Viele unterschiedliche römische Bauten wurden rekonstruiert. Hier ist man recht hundefreundlich. Zwar dürfen Vierbeiner nicht in das LVR-RömerMuseum mit hinein, wohl aber in den Park, wo man auch Tüten erhalten kann, um die Hinterlassenschaften zu entsorgen. Im Restaurant werden durstige Hunde mit einem Napf Wasser versorgt.In der gemütlichen Stadt Kamp-Lintfort empfiehlt sich ein Besuch des Terrassengartens am Kloster Kamp. Der Garten wurde ursprünglich im Jahr 1700 angelegt, verfiel im Laufe der Zeit und wurde Ende des 20. Jahrhunderts nach historischem Vorbild wieder hergerichtet. Moderne Elemente gestalten die Anlage noch interessanter. Hunde sind im Terrassengarten willkommen. Kunstliebhaber können in den Sommermonaten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst bewundern.

Kinderparadies Naturschutzhof in Nettetal