Reisen mit dem Hund im Nordwesten Niedersachsens: Ostfriesland, Emsland und das Oldenburger Münsterland
Der Nordwesten Deutschlands mit seiner flachen Landschaft und den hübschen Städten, Windmühlen, Burganlagen und Schlössern ist ein wunderbares Ziel für Menschen, die bei ihren Reisen mit Hund gern ausgedehnte Spaziergänge unternehmen.
Der Nordwesten Deutschlands ist von flacher Landschaft mit landwirtschaftlicher Nutzung geprägt. Grüne Landschaft, so weit das Auge reicht, Deiche und dazwischen immer wieder gepflegte Städte und Dörfer - ein ideales Ziel für Wanderer und Radfahrer, aber auch für weniger sportliche Menschen und Hunde, die hier trotzdem mühelos unterwegs sein können.
Ostfriesland, Land der Seen und Schlösser
In Ostfriesland befindet sich Deutschlands größter Hochmoorsee mit dem Namen Ewiges Meer. Das Naturschutzgebiet liegt im Grenzbereich der Landkreise Wittmund und Aurich bei der Ortschaft Eversmeer. Seit Anfang der 1980er Jahre besteht am Nordrand ein 1,8 Kilometer langer Bohlenweg, der im Jahr 2000 um einen Moorlehrpfad ergänzt wurde. Auch weitere Seen sind zu finden, der größte ist das Große Meer bei Bedekaspel (Südbrookmerland); der 3-Meere-Weg führt einmal um den ganzen See herum und vermittelt auf Schautafeln zusätzliche Informationen über das Gebiet.
Ostfriesland ist die Heimat vieler hübscher und sehr gepflegter Städtchen und Dörfer. Aber auch Windmühlen, Schlösser, Klöster und Burganlagen können besucht werden.
Emsland, Ferienparadies für Kinder und Hunde
Weiter südlich lädt das Emsland zu Besuchen ein. Wer mit einem sehr sportlichen Hund unterwegs ist oder sehr langsam Rad fährt, mag vielleicht die Emsland-Route abradeln. Sonst eignet sich die Route dazu, einzelne Etappen als Grundlage für kurze Radtouren, Wanderungen oder auch Rundreisen mit dem Auto zu verwenden. Der 260 Kilometer lange Rundweg beginnt in Lingen und führt durch die wunderschöne Flusslandschaft der Ems, durch Moore und Naturschutzgebiete über Meppen und die Schifferstadt Haren nach Lathen. Weiter geht es in die nördlichste Stadt des Emslandes, Papenburg, mit der berühmten Meyer-Werft. Von hier aus verläuft der Weg südöstlich über den Hümmling, den einzigen leichten Höhenzug des Emslandes, reich an kulturellen Höhepunkten wie dem barocken Jagdschloss Clemenswerth und etlichen über 4000 Jahre alten Großsteingräbern. Anschließend streifen Hund und Mensch das Hasetal, besuchen die älteste Stadt des Emslandes, Haselünne, und erreichen schließlich das südliche Emsland mit seinen sattgrünen Wiesen, Mühlen und historischen Kleinoden. Auf Wegen parallel zu Ems und Kanal gelangt der Radler zurück nach Lingen.
Sonst ist im Emsland noch das Ferienzentrum Schloss Dankern zu erwähnen, das nicht nur Unterkünfte anbietet, sondern auch viele Freizeitattraktionen, wie den Hochseilgarten, den Freizeitpark, einen Indoorspielplatz und einen See, an dem sich auch ein Hunde-Strand befindet.
Oldenburger Münsterland, Region der Flüsse und Kanäle
Östlich grenzt dann das Oldenburger Münsterland an. Besonders beliebt bei Feriengästen ist das Erholungsgebiet Dammer Berge mit dem Dümmer See. Hier sind Hunde an den drei öffentlichen Badestellen nicht erlaubt. Hundebesitzer haben in Lembruch am Schoddenhof und in Hüde an der Surfeinsatzstelle die Möglichkeit mit ihren Hunden zu baden.Weiter nördlich reisen Erholungssuchende in das Erholungsgebiet Barßel-Saterland ist mit seiner weitläufigen Moorlandschaft und faszinierenden Fehnkultur. Hier können Feriengäste an ruhigen Flussläufen und Fehnkanälen so richtig die Seele baumeln lassen – bei Flusswanderungen mit dem Kanu oder auch bei Radtouren entlang der früheren Fehnkolonien. Allerdings sollte man dem Hund das Kanu nur zumuten, wenn er keine Angst vor dem Wasser hat und sich auch mal eine Weile ruhig hinsetzen kann.

